Auf einmal alles weg
In der Nacht des 8. Juli hat eine Familie alles verloren, was sie liebevoll aufgebaut hatte. Ein Feuer fegte das Dachgeschoss, in dem sich ihre Wohnung befand, davon. Verkohlte Balken ragen in den Himmel, verbrannter Dreck, Schutt, heruntergefallene rußige Bretter türmen sich auf dem Kinderbett. Hier ist nichts mehr, wie es war. Hier ist nichts mehr. Carola, Oliver und ihr Kind konnten ihr Leben in letzter Sekunde retten, buchstäblich. Das ist auch alles. Aber das ist ja auch dankenswert viel.
Wir können ihnen gemeinsam helfen, denn jetzt zählt jeder Euro, damit die drei wieder auf die Beine kommen. Dafür gibt es ein Spendenblog. Bitte macht alle mit!
Warum Wulff es macht – eine Vermutung
Ich freue mich nicht über die Wahl Wulffs, nein. Ich wollte Gauck. Gestern meinte jemand zu mir, im Grunde hätte Wulff die Wahl nicht annehmen sollen, wenn das Ergebnis so jämmerlich sei. Das jedoch sehe ich anders.
In dem Moment, in dem Wulff sich zur Wahl stellte, wusste er, dass es knapp werden könnte. Er kennt sich hinreichend in der Politik aus um zu ahnen, dass es nicht unbedingt ein Sieg mit Glanz und Gloria werden würde. Dennoch hat er sich bereiterklärt, das Präsidentenamt anzunehmen. Das Warum scheint mir ganz klar:
Bereits länger vor der Bundespräsidentenmalaise hat Wulff bekundet, dass er keinen großen Drang mehr hat, in der Politik zu bleiben. Bundeskanzler wolle er nicht werden, erklärte er – dabei ist er ja lange als eine der Nachwuchshoffnungen der CDU gehandelt worden. Aber hier haben wir wohl einen weiteren Politiker, der entdeckt hat, dass Work-Life-Balance immer noch ganz groß im Sein ist. Und ein möglicher Nachfolger in Niedersachsen stand auch schon in den Startlöchern, bevor die Sache mit der Präsidentschaft losging.
Ich glaube, Wulff macht jetzt noch mal eine 5-Jahres-Runde, ganz ohne den parteiinternen Querelen ausgesetzt zu sein oder auf Wählerstimmen gucken zu müssen. Wenn er es gut hinkriegt, hält er die ein oder andere bemerkenswerte Rede und gehört in die Riege der Bundespräsidenten, an die man sich gern erinnert. Und immer dran denken: Man kann auch als der erinnert werden, der singt, wandert oder hinschmeißt. Den Platz im Geschichtsbuch bekommt man trotzdem.
Wie auch immer: Nach 5 Jahren macht Wulff Schluss, bekommt bis zum Lebensende seinen “Ehrensold” von z.Zt. 277.000 Euro und kann sich dann immer noch überlegen, ob er in der freien Wirtschaft noch ein paar Euro dazuverdient oder doch mehr Life als Work macht.
Fände ich als Zukunftsoption auch gar nicht so schlecht.
Kaffeetassen-Krisenmanagement bei BP
Ja, so machen sie es bei BP – und leider nicht nur da. Schlappgelachter Dank an Julia, die diesen Clip verfacebookt hat.
Nicht ganz so lustig (genau genommen gar nicht) leider die Erkenntnis, die man aus der Seite gewinnen kann, die zeigt, wie weit es mit der Ölkatastrophe im Golf gediehen ist: Wenn es meine Heimat wäre…
Dankeschön!
Viel zu lang hab ich hier nichts gemacht, weil ich in der SQL-Falle hing: Meine bisherige SQL-Datenbank hatte die Version 4.0, das neueste WordPress aber braucht 4.1.22 (oder so, auf eine Zahl mehr oder weniger kommt es mir hier nicht an). Ich musste also eine höhere Version haben, wenn ich endlich dem Spam in diesem Blog Herrin werden wollte. Ich war mir völlig sicher, dass ich dabei alles zerschieße und habe Wochen gewartet. Ging dann doch leichter, als gedacht; auch, weil mir verschiedene Twitterati bzw. Blogger mit guten Tipps, seelischer Unterstützung oder konkreten Hilfsangeboten zur Seite standen. (Besonderer Dank deswegen an Tom, Martin und Thomas)
Aufgrund dieses Zögerns ist auch mein toller Gewinn ins Hintertreffen geraten – denn wer will schon Dankeschöns posten, wenn das Blog reihenweise Werbung für kleine blaue Pillen macht, die es gar nicht hergibt? Eben. Darum kommt erst heute mein Dank für den Gutschein, den ich komplett überraschend zum Jahresende im Solitaire-Blog gewonnen habe.
Es hat dann auch eine ganze Weile gedauert, bis ich ihn eingelöst hatte – die Entscheidung fiel mir nicht leicht! Aber dann dachte ich: eine Uhr! Das ist doch was Solides. Also habe ich mich für dieses Modell hier entschieden:
Schlicht, groß, originelles Detail bei der Datumsanzeige. Und jetzt wird es aber mal allerhöchste Zeit, dass ich Monika Lechler vom Solitaire-Blog, die mich im Teno-Shop einkaufen ließ, herzlich Danke!!!! sage, für dieses feine Päckchen, dass mich ja längst erreicht hat. Aber so ist es nun mal, wenn man einerseits in Spam und andererseits in einem dicken Auftrag erstickt. Meine Freude darüber ist trotzdem noch unverändert groß : ))) !
Technische Wunder bei Vodafone
Dieser Artikel könnte auch “Durchgangskreischen” heißen. Er beweist leider erneut, dass die Vodafone-Kundenbetreuung eine Art Kompetenzloch ist. Folgendes Telefongespräch hat sich eben gerade ereignet – etwas eingekürzt, um die Nerven der geneigten Leser zu schonen.
Ich brauche jetzt meine Tropfen.
———
Guten Tag, leider habe ich den Kennwort für meinen Internetzugang beim Umzug verloren. Ich bräuchte ein neues. Kann ich das bei Ihnen bekommen?
Ihr Gerät funktioniert nicht?
Doch, mein Gerät funktioniert. Aber ich habe mein Kennwort nicht mehr. Ich hatte es jahrelang nicht benutzt und es muss beim Umzug weggekommen sein. Ich brauche es aber, um mich einzuwählen.
Welches Kennwort?
Na, das Kennwort für den Internetzugang.
Da brauchen Sie kein Kennwort. Sie gehen einfach über Ihren Browser ins Internet.
Dafür bräuchte ich aber eine Internetverbindung.
Ja, das machen Sie über Ihren Browser. Geben Sie einfach die IP-Adresse ein.
Die IP-Adresse? Die wird doch in der Regel automatisch zugeteilt.
Ja, die geben Sie in den Internet Explorer ein.
Ich benutze keinen IE.
Oh. Auch egal. Geben Sie sie ein.
Gut, dann diktieren Sie mal.
[diktiert]
Ich bin nicht mit dem Internet verbunden.
Ach.
Nein, ich brauche ein Kennwort. Ihr Techniker gab sein eigenes ein, als er die Installation überprüfte. Und bat mich, ein neues zu beantragen. Ich habe hier auch eine Kennwortabfrage.
Aha. Na, dann geben sie da doch mal admin und 1234 ein.
Hab ich gemacht. Es sind die falschen Zugangsdaten, ich lande auf einer Vodafone-Seite mit einer Fehlermeldung.
Ah ja. Ziehen sie doch mal den Netzstecker raus.
Warum?
Ich muss ihren Anschluss durchmessen.
Aber der wurde doch gerade von Ihrem Techniker durchgemessen?
Mein Programm hier verlangt das aber von mir.
Ich hätte eigentlich nur gerne neue Zugangsdaten!
Das geht aber nicht. Ich muss erst durchmessen.
Ok. Ich habe den Stecker rausgezogen.
Leuchtet denn die Lampe am Gerät noch?
Ähm – nein, ich sagte doch, ich habe den Netzstecker gezogen.
Ja, dann ist ja gut.
[Fünfminütige Prüfung mit vielen Entschuldigen wegen der Dauer]
Ihr Anschluss ist in Ordnung.
Ja, ich weiß. Kann ich jetzt mein Kennwort haben?
Dann muss ich Ihnen aber ein neues Gerät schicken.
Warum? Ich will doch nur ein Kennwort.
Warten Sie mal einen Moment.
[Fünf Minuten Stille.]
Ihre Starterbox ist defekt.
Nein.
Doch. Das steht hier. Ich muss Ihnen eine neue zuschicken.
Dann hab ich doch aber immer noch keine Zugangsdaten.
Doch, die kriegen Sie dann neu.
Aber die ändern sich doch nicht mit der Peripherie? Sind Sie sicher?
Doch, die kriegen Sie dann neu. Die Box kommt dann am Freitag.
[Fortsetzung folgt sicherlich.]



