Lasst uns alle Eltern werden

20151002_135956

Vor einiger Zeit kam ich in eine Flüchtlingsunterkunft und wurde fast von einem fliegenden Mülleimer erschlagen. Es war sehr kalt, der Boden war gefroren, und ein junger Mann, barfuss, in Schlafanzugshose und T-Shirt schleuderte den Metallkorb laut schreiend: „Call the police, call the police!“. Eine größere Menge hatte sich versammelt: Bewohner und Security, aber es war kein Herankommen. So ein großes mögliches Geschoss ist eine beeindruckende Waffe.

Natürlich nahm ich Deckung, ich bin ja nicht lebensmüde. Doch tatsächlich hätte ich den jungen Mann am liebsten in den Arm genommen, denn ich habe seine Augen gesehen. In ihnen wohnten Angst, Einsamkeit, Verzweiflung. Er wusste nicht, was er tun sollte. Er war allein. Das letzte Mal hatte ich diesen Blick bei einem kleinen Kind gesehen, dass seine Meinung nicht Erwachsenen gegenüber vertreten konnte, sich stattdessen für einen verzweifelten Wutanfall entschied (bei dem einiges zu Bruch ging) und dann von seiner Mutter endlich nach langem Weinen beruhigt werden konnte. Weil manchmal einzig hilft, in den Arm genommen und so lange gewiegt zu werden, bis alles wieder gut ist.

Es waren dann Mitbewohner und Security, die den jungen Mann beruhigten, vielleicht wurde auch die Polizei gerufen. Später erfuhr ich, dass ihm das Handy gestohlen worden war, eins der wichtigsten Besitztümer auf der Flucht. Wie die Geschichte letztlich ausging, weiß ich nicht, auch nicht mehr über den Mann, aber diese Augen …

Ich habe selbst Kinder, nicht viel jünger als er. Manchmal reisen auch sie ins Ausland, zum Glück zum Vergnügen. Doch wenn sie in Not gerieten, wünschte ich mir, dass jemand da wäre. Jemand, zu dem sie gehen können, wenn die seelische Not, die Angst, der Kummer, so groß sind, dass sie nicht mehr wissen, wohin mit sich. Dass sie reden könnten, dass jemand unkompliziert hilft oder sie einfach in den Arm nimmt. Dass Menschlichkeit sie auf ihrem Weg begleitet.

In den vergangenen Monaten haben bei mir zu Hause junge und ältere Männer gesessen, deren Mütter tausende Kilometer entfernt sind. Die Frauen sind vielleicht so alt wie ich, vielleicht älter. Sie steigen nachts aufs Dach und flüstern, damit die Nachbarn nicht hören, dass sie mit ihren geflüchteten Söhnen in einem fernen Land telefonieren. Sie beten für die Fremden, die ihrem Kind helfen. Und sie beten natürlich auch für ihren Sohn, der gerade am anderen Ende des Telefons versucht, nicht vor meinen Augen in Tränen zu zerfließen.

Ich weiß von Männern, die weinen nachts in ihren Stockbetten irgendwo in Deutschland nach ihrer Mutter. Die haben Angst, ihren Vater nie wieder zu sehen. Die zeigen Fotos von Nichten und Neffen, von kleinen Geschwistern, die sie so gern im Arm halten würden. Einige tun auch gar nichts mehr, sie starren einfach Tage in ihr Handy und gehen gerade mal zum Essen. Wären sie hier in Deutschland aufgewachsen, hätten sie jetzt ihr Studium angefangen, würden den Bachelor machen oder die Ausbildung zuende. Nun sitzen sie in einem fremden Land, wissen nicht so recht, was kommt, außer dass sie überleben sollen, und warten: auf das nächste Telefongespräch, die nächste Entscheidung. Dass vielleicht doch etwas Schönes passiert – etwas wirklich Schönes, etwas Persönliches, bei dem genau sie gemeint sind.

Alle, die Kinder haben, Nichten und Neffen, oder die sich auch nur Mühe geben, dieses Alter zu erinnern, wissen doch, wie es mit knapp über 20 ist: Einem steht die Welt offen, man kann alles machen und gleichzeitig auch noch nicht so viel. Viel klappt, aber vieles kann man gar nicht. Und dann hinausgewirbelt in ein fremdes Land, andere Sitten, seltsames Essen. Mit Familienanschluss wie bei einem Schüleraustausch ist das machbar, ganz allein in einer Flüchtlingsunterkunft ist es eine seelische Zumutung.

Dazu kommt das Warten, das ewige Warten: 21 ist der junge Mann, könnte alles tun, sitzt aber zur relativen Tatenlosigkeit verdammt mindestens 6 Monate lang in einem Container. Wenn er sehr viel innere Kraft hat, lernt er vielleicht durchgehend Deutsch. Es gibt solche, bewundernswert. In meinen Augen ist es weder Wunder noch Schande, wenn er die Kraft dazu nicht findet.

Deshalb, finde ich, sind wir alle gefragt. Und wenn wir nur ein bisschen Zeit haben, wir sollten sie diesen jungen Menschen spenden. Versuchen, ihnen irgendwie zuzuhören, und sei es übers Fotoanschauen. Vielleicht ein Tee, vielleicht ein Ausflug. Irgendetwas, aber Kontakt. Gasteltern sein, obwohl uns keine Austauschorganisation darum gebeten hat. Einfach aus unserer persönlichen Verantwortung heraus. Weil jedes Kind verdient hat, dass jemand ihm Halt gibt. Auch, wenn es gerade erwachsen geworden ist.

12. April 2016 von Britta Freith
Kategorien: Flüchtlinge, Zuwanderung | 3 Kommentare

Kleines Gartenwunder im März

Lange hatte ich nicht mehr so eine Lust, im Garten zu arbeiten, wie im Augenblick. Vergangenes Jahr hat der Garten ziemlich unter meiner Arbeitslast gelitten – nur das Unkraut hat sich gefreut. Das soll jetzt anders werden. Rechts im Bild seht ihr schon ein frühes Beet, auf dem der bunte Pflücksalat unter Vlies keimen darf. Und links habe ich heute durchgehackt. Der Boden ist ohnehin lehmig, im Augenblick ist er auch noch regenschwer. Der Hahnenfuß fand’s gut, besonders, nachdem die Erdbeeren ausgezogen waren und das Beet brach lag. Quecke, Gräser und Fingerhut teilten sich den Rest.

Leeres Beet, frisch bearbeitet

Also habe ich heute eine Regenpause genutzt und eine halbe Stunde gehackt, gewühlt, rausgezogen. Hier Eimer zwei. Leider klebt die Erde sehr an den Wurzelballen, aber das ist nun einmal so. Aber dann hing plötzlich etwas ganz anderes an meiner Hacke, und ich war echt erstaunt: eine faustgroße, formschöne Kartoffel!

Eimer voll Unkraut

Erst dachte ich, es wären zwei oder drei, und ich wollte sie mir gleich als Belohnung in den Topf hauen. Aber nein! Es waren so viele, dass ein ganzes Sieb voll wurde. Und richtig dicke Dinger dabei, alle perfekt. Und ein Eichhörnchengeschenk, das gerade am Keimen war. (Gefunden?) Milde Winter haben also etwas für sich.

Sieb mit gewaschenen Kartoffeln

Ich bin mir sicher, dass auf dem Beet vergangenes Jahr Erdbeeren standen. Ok, Erdbeeren setze ich nach Kartoffeln, die da vielleicht im Vorjahr waren. Aber dass diese Kartoffeln dermaßen ausdauernd sind, hätte ich nicht gedacht. Vermutlich sind es Orla, eine irische Kartoffel mit sehr hoher Resistenz gegen Krautfäule und Schorf. Das hat die Sorte hiermit wohl gut bewiesen.
Nun überlege ich noch, was ich mit dem Beet mache. Kartoffeln fallen flach. Vielleicht Puffbohnen? Die mag ich, aber der Ertrag ist nicht so dolle. Erbsen? Die jedenfalls waren an der Stelle schon länger nicht mehr.

30. März 2016 von Britta Freith
Kategorien: Garten | 2 Kommentare

Einseitige Gespräche (10)

Gerade fahre ich wieder öfter U-Bahn. Die Leute telefonieren glücklicherweise immer noch. Manchmal schreibe ich mit.

Hier bei: rotkariertes Hemd, schwarze Mütze, augenscheinlich deutlich unter 20.

 

Hallo J., Ich bin jetzt – ich hab die Bahn noch bekommen, ich fahr jetzt zu dir. Trabrennbahn.

Ich war ja da, sie hat gesagt, ja das geht nicht, da brauchst du ne Stellungnahme, damit ich das Geld vom Arbeitsamt bekomme. Das hab ich jetzt gemacht, ich war jetzt da, hab die Stellungnahme jetzt bekommen. Da krieg ich sogar von Februar noch das ganze Geld.

Ich kann mich nicht arbeitslos melden, weil ich meinen Ausweis nicht hab. Jetzt hab ich nen vorläufigen für 10 Euro.

Das muss ich jetzt alles im Februar noch schaffen, auch mit der Wohnung und so.

Nein, ein vorläufiger kostet zehn Euro bei den Knechten da.

Du Opfer.

Ja, mh, warte… ich bin 13:59 da.

Ja, hol mich mal ab, hab mal nen Joint – lass mal ne Zigarette drehen.

Ja, ich muss auch noch duschen.

Ja, bis gleich.

Ja, mach mal. Bis später.

Ciao..

__________________

Mehr einseitige Gespräche? Hier entlang.

23. Februar 2016 von Britta Freith
Kategorien: In der U-Bahn | Schreibe einen Kommentar

Das Märchen von den zwei Musikern

Es waren einmal zwei Musiker. Sie waren Freunde und es ging ihnen gut. Sie waren angesehen, wurden auf der Straße angesprochen, verteilten Autogrammkarten. Was Prominente eben so tun. Wenn man das Radio andrehte, war die Chance groß, das gerade ein Lied von einem der beiden lief. Jeder wohnte in einem schönen Haus, hatte eine hübsche Frau und drei wunderbare Kinder. Sie waren glücklich.

Eines Tages kamen Männer und sagten, sie sollten keine Musik mehr machen. Musik sei böse. Wer an Gott glaube, dürfe keine Musik machen. Sie würden künftig darauf aufpassen, dass die Musiker still blieben.  Wenn sie nicht still blieben, würden die Männer wiederkommen, und es würde etwas Schlimmes passieren.

Die Musiker wollten nicht einsehen, was ihr Glaube an Gott mit Musik zu tun haben sollte. Sie musizierten weiter und die Menschen hörten sie an. Da kamen die Männer wieder und wurden deutlicher. Wenn die Musiker nicht aufhörten, würden sie eben umgebracht. Vielleicht würden auch ihre Kinder und ihre Frauen umgebracht. Um es ganz klar zu machen, gingen die Männer auch zu allen Verwandten der Musiker, zu den Schwestern und Brüdern, den Eltern, den Cousinen und Cousins. Sie sagten der ganzen Verwandtschaft, dass sie dafür sorgen sollten, dass die Musiker endlich mit der Musik aufhören. Und wenn sie nicht dafür sorgten, würden sie auch umgebracht.

Die Musiker bekamen es mit der Angst. Es war so, dass es immer häufiger Autobomben in dem Land gab. Läden wurden angezündet, verwüstet oder in die Luft gesprengt, weil dort Musik verkauft wurde. Irgendwann waren die Drohungen der Männer so ernst zu nehmen, dass beide Musiker zu ihren Familien sagten: Wir müssen los. Wir können nicht hier bleiben, sonst sterben wir alle. Der Weg, den wir vor uns haben, ist gefährlich, aber es ist so viel gefährlicher hier zu bleiben, dass wir genau so gut gehen können. Dann haben wir wenigstens eine Chance.

Das Land, in dem die Musiker wohnten, war von hohen Bergen umgeben. Wie das in Märchen so ist, konnten sie über die Berge kein Flugzeug nehmen, sondern mussten zu Fuß gehen. Und auch ein Stück in einem kleinen Boot über das Meer fahren. Obwohl sie das Geld für ein Flugticket locker gehabt hätten. Aber in den Ländern, in die sie gern geflogen werden, gab es Regierungschefs, die fanden, zu Fuß gehen sei besser. Vielleicht, weil die Musiker keine Regierungschefs waren und keine Soldaten – die durften nämlich auch mit dem Flugzeug fliegen.

Wie auch immer: Der eine Musiker ging mit seiner Frau und seinen drei Kindern zuerst los. Er bezahlte dafür sehr viel Geld, mehrere tausend Euro pro Person – viel mehr als Flüge gekostet hätten. Unterwegs wurden er und seine Familie geschlagen, er sah andere Menschen sterben, auch Frauen und Kinder. Der Weg durch die Berge war hart und schwer. Es waren feindliche Soldaten in den Bergen. Wenn ein Kind nachts schrie, wurde es manchmal von einem Soldaten erschossen. Aber vielleicht gehört auch das zu einem Märchen dazu.

Der andere Musiker ging ebenfalls mit seiner Frau und den drei Kindern los. Auch er bezahlte viel Geld und nahm einen ähnlichen Weg. Wenn es eine Gelegenheit gab, schrieben sich die beiden Musiker über ihre Smartphones Nachrichten. Sie schickten sich Bilder aus den Bergen, aus Zelten. Sie lachten und winkten auf den Bildern zusammen mir ihren Kindern und Frauen, auch, wenn es ihnen eigentlich gar nicht so gut ging. Aber sie waren ja glücklich, sich gegenseitig zu sehen.

Der erste Musiker erreichte mit seiner Familie endlich ein sicheres Land. Er kam in ein Lager, das hieß Erstaufnahme. Er wohnte dort in einem Zelt mit seiner Familie und anderen und wartete auf seinen Freund. Während er wartete, bekamen seine Kinder sogar von netten Menschen Weihnachtsgeschenke. Der Musiker begann wieder zu komponieren und spielte manchmal sogar auf einem Keyboard, das ihm jemand geschenkt hatte. Er machte Pläne für seine Kinder. Er erzählte seinem Freund davon und wartete.

Der zweite Musiker freute sich trotz aller Strapazen schon auf ein Wiedersehen. Er hatte mit seiner Familie noch  Weg vor sich. Das Meer war noch nicht überquert, eine große Herausforderung. Er wusste das, aber zu Hause war es eben noch gefährlicher.

Was soll ich sagen? Der zweite Musiker ist wieder nach Hause zurückgefahren, als er das Meer überquert hatte. Zwei seiner Kinder und seine Frau sind auf dem Weg ertrunken. Das überlebende Kind hat er mit in sein Heimatland genommen. Er weint nur noch. Er macht keine Musik mehr.

Leider ist dieses Märchen wahr.

IMG_1932

 

06. Januar 2016 von Britta Freith
Kategorien: Flüchtlinge, Ohlstedt, Text | 1 Kommentar

Flüchtlingshilfe: Freiwillige müssen bezahlt werden

P1060777

Vor einigen Wochen habe ich davor gewarnt, dass die freiwilligen Helfer ermüden werden. Damals wurde mir vorgeworfen, ich würde die gute Stimmung schlechtreden. Warum ich so typisch deutsch nur das Negative sehen würde. Nun ja, ich finde es ganz gut, einen Schritt zurückzutreten und ein größeres Bild zu haben. Manches ist so voraussehbar, weil es so natürlich ist. (ergänzende Fußnote: Und wo bleibt das Positive, Herr Kästner?)

Natürlich haben mittlerweile immer weniger Leute Zeit zum Helfen. Und natürlich wird das Flüchtlingsproblem nicht kleiner. Hannah Vogelsang alias Emma aus Hamburg schickt deswegen einen Hilferuf vom Hauptbahnhof. Hier betreuen Ehrenamtliche seit Wochen rund um die Uhr mit enormem Einsatz ankommende und durchreisende Flüchtlinge. Nur: Es geht nicht mehr so weiter wie bisher. Neue Helfer müssen her.

(Hier war ursprünglich ein Y0utube-Video verlinkt, das viel in den Medien herumgereicht wurde. Die Verfasserin hat ihre Version entfernt, darum verlinke ich jetzt auch nicht mehr auf Kopien dieses Videos.)

Hier ist nicht nur die Stadt Hamburg, sondern auch die Bundesregierung gefragt. Die Regierungen klagen, dass das Personal fehlt, sie sich aber über die Ehrenamtlichen freuen. Falsch gedacht: Die Ehrenamtlichen sind das Personal. Erst, wenn sie so wahrgenommen und auch bezahlt werden, bekommen wir die derzeitige Lage langfristig in den Griff, sorgen für lebenswerte Unterkünfte, Integration und Fortbildung für die Flüchtlinge. Dabei geht es in diesem Fall nicht um eine Steuerermäßigung oder einen Zuschuss für das Ehrenamt. Es muss ein anständiger Einkommensausgleich her.

Es kann doch nicht sein, dass Menschen ihre Jobs sausen lassen, weil sie die menschlichen Tragödien nicht ertragen, aber selbst am Ende nicht mehr genug Verdienst haben. Es kann doch nicht sein, dass Hilfsbereitschaft und Anstand zu Armut und Burnout führen und wir in Deutschland letztlich zwei Probleme haben: Die hoch traumatisierten Neuankömmlinge und völlig kaputte Helfer. Das ist es aber, was passiert – oder die Freiwilligen sagen stopp, helfen  nicht mehr, und wir haben ein riesiges Verwahrlosungsproblem unter den Flüchtlingen.

Praktisch kann ich nur vom Kleinen aufs Große schließen: Wären die Ehrenamtlichen nicht, gäbe es in der rund 400 Bewohner starken Unterkunft bei uns in Hamburg-Ohlstedt seit Mitte August nichts außer Zelte und Essen. Keine Kleidung, keine Kinderbetreuung, keinen Deutschunterricht. Hier würden zwischen 300 und 400 Menschen vor sich hin vegetieren, wenn sich die Anwohner nicht kümmern würden. Denn das Nötigste sind nach Auffassung der Vewaltung Bett und Essen – was braucht es denn mehr? Ist doch nur eine Zentrale Erstaufnahme, es soll doch demnächst weiter gehen.

Viele der Zeltbewohner sind  nun fast drei Monate hier. Wie wären denn drei Monate ohne frische Kleidung gewesen – abgesehen von ziemlich kalt, nur mit Badelatschen und T-Shirt bekleidet? Wie viele dieser Menschen könnten denn schon etwas Deutsch? In Ohlstedt sind es mittlerweile ziemlich viele und viele davon machen große Fortschritte. Ohne Ehrenamtliche: Fehlanzeige! Die ca. 50 Kinder würden wahrscheinlich Löcher in den Schotter auf dem Platz bohren und irgendwann durchdrehen – genau wie die Erwachsenenen. Ich bin so froh, dass es die Ehrenamtlichen gibt!

Die spontan enstandenen Helferstrukturen sind ungemein leistungsfähig. Neben den mehreren hundert Helfern in Ohlstedt sehe ich das am Hauptbahnhof, im Bargkoppelstieg, in den Messehallen, in Bergedorf… ach, überall in Hamburg. Die Stadt setzt Koordinatoren ein, die den Kontakt zu den Freiwilligen verstärken sollen. Eine oder einen pro Bezirk. Der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein. Bezahlt lieber die Ehrenamtler in der Flüchtlingshilfe! Sorgt dafür, dass sich niemand Sorgen machen muss, am Ende des Monats genug auf dem Konto zu haben, nur weil sie oder er Flüchtlingen hilft und gerade weniger fürs eigene Wohl arbeitet.

 

04. November 2015 von Britta Freith
Kategorien: Flüchtlinge, Ohlstedt | 3 Kommentare

← Ältere Artikel