Einmal umbeeten, bitte

Mein Garten leidet unter einigen unerwünschten Gästen, die regelmäßig dort auftauchen, wo sie keiner will. Neben Schnecken und Maulwürfen sind es Hahnenfuß, Quecke, Giersch und Brennnessel. Ich habe über die Aufdringlichkeit insbesondere des Kriechenden Hahnenfußes schon einmal gebloggt.

Die Erdbeerpflanzen leiden besonders unter zu engen Umarmungen. Ich bin im Augenblick allerdings auch viel unterwegs, manchmal eine Woche lang nicht da. Also komme ich gerade nicht hinterher mit der Gartenarbeit. Bei den Erdbeeren sah das gestern noch so aus:

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Ich hab’s erst mit Rupfen versucht, aber es half nichts: Schließlich habe ich jede Erdbeerpflanze aus der Erde geholt und ihr liebevollst die Wurzeln gesäubert. Zwei dieser Maurerbütt waren nach zwei Stunden voll mit Hahnenfuß, Quecke und einem gräßlichen Zeug, von dem ich nicht weiß, was es ist. Die Blüte sieht aus wie Wegwarte, aber die großen Blätter nicht. Ich muss die mal bestimmen, die Wurzeln sind hier überall.

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So sah das Beet nach einer Stunde aus. Man ahnt das Gesamtelend zur Zeit:

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Schließlich habe ich die kräftigen Pflanzen mit vielen Knospen wieder eingepflanzt. Als Partner hier Knoblauch, den finden Erdbeeren gut.

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Heute früh habe ich dann Holzasche um die Pflanzen gestreut, als Dünger. Enthält Kalium, soll Pilze und Fäulnis hemmen – genau wie der Knoblauch übrigens.

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Danach habe ich eine dünne Grasschnittdecke als Mulch drübergegeben. Sieht hier nicht so aus, aber ist wirklich nur eine dünne Schicht. Ich will ja nicht, dass die Decke fault, sie soll abtrocknen und den Boden schützen. Früher habe ich es mal mit Stroh versucht, aber das fanden die Schnecken als Versteck super. Also gibt es kein Stroh mehr. Und Plastikfolie mag ich nicht – ist mir außerdem zu teuer.

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Alternativ könnte man auch schwarze Schieferplatten nehmen. Die sammeln Wärme, schützen den Boden und halten die Früchte später fern von der Erde. Finde ich spannend, nur ist Hamburg dafür nicht ganz die richtige Gegend :)

11. Mai 2015 von Britta Freith
Kategorien: Garten | Schreibe einen Kommentar

Madrid – El Rastro

Jeden Sonntag gibt es in Madrid einen großen Straßenflohmarkt mit einer weiten Bandbreite von Billigkrams über Themen-T-Shirts und Skurrilitäten bis hin zu Antiquitäten. In freien Ecken (davon bleiben nicht viele) stehen Bands, hier und da eine lebende Statue oder jemand tanzt. Wir waren am ersten warmen Wochenende des Jahres (im März) dort, es war voll, voll, voll.

Einen besonderen Dienst bietet dieser Mann: Er schreibt gegen eine Themenvorgabe Gedichte zum Mitnehmen auf einer alten Schreibmaschine.

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Es ist laut. Es ist rhythmisch. Mehr als nur ein Massenauftrieb.

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Ja, es war eng. Und heiß.

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Lebende Statuen wie diese sieht man überall in Madrid. Sie sind immerhin besser als jene Gestalten, die einem penetrant verkleidet nachlaufen und sich auf Fotos drängen. Nicht viele, zum Glück.

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Can Can?

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Oder lieber Flamenco?

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Etwas ruhiger ist es auf dem Gehweg hinter den Ständen. Da gibt es auch Essen.

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Und ausgefallenere Antiquitäten in festen Läden.

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Es ist bunt.

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Und vielfältig.

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Auch in den Bars ist es voll, aber das Essen ist gut und günstig – also reinquetschen. Besonders viel zu lachen hat man mit der Bedienung, wenn man wie ich kein Wort Spanisch spricht, aber trotzdem alles erklärt haben will.

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Wo man am meisten sieht? Vielleicht von oben.

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El Rastro. Ich würde wieder hingehen.

09. April 2015 von Britta Freith
Kategorien: Reisen | Schreibe einen Kommentar

Das dreckige Dutzend. Die 12 meistgehassten Gartentipps

Gartenbesitzer kennen das: Kaum hat man einen Garten, trifft man sehr viele Personen, die alles besser wissen. Gerne auch ungefragt. Hier meine persönliche Hitliste der Gartentipps, die garantiert langweilen oder unbeliebt machen. Selbst und intensiv erfahren in einem Garten über 400 jedoch unter 1000 Quadratmetern. Mit einem großen Dank an Neugartenbesitzerin und Namensschwester Britta Janzen, die zwei fantastische selbsterlebte Tipps beigesteuert hat.

Weitere formidable Ratschläge lese ich gern! Einfach ab damit in die Blogkommentare.

Platz 12
„Warum baust du eigentlich keinen Spargel an? Das wäre doch mal cool.“

Sicher. Und aufwändig und raumgreifend. Außerdem dauert es lange bis zur ersten Ernte. Finde ich super, wenn das jemand macht, aber mir reichen die Erbsen, Bohnen, Kartoffeln, Erdbeeren, Radieschen, Salate…

Platz 11
„Wir haben zum Wassersparen eine Regentonne“

Regentonne

Und vermutlich nur einen Garten von 3 Quadratmetern. Wenn ihr eine Regentonne im großen Garten habt, könnt ihr im Sommer drei Tage lang auf dem Kinderbeet mit Wasser spielen. Alles darüber hinaus braucht einen Erdtank mit einem vernünftigen Fassungsvermögen ab 4000l. Viel Spaß beim Auskoffern. Noch besser ist natürlich eigenes Grundwasser. *träum*

Platz 10
„Hast du schon mal Kaiserkronen gegen Wühlmäuse versucht?“

Kaiserkrone

Hast du schon mal Kaiserkronen gerochen? Auch, wenn sie aus der Erde kommen? Und hast du daran gedacht der Wühlmaus vorher die Infobroschüre „Wühlmäuse mögen keine Kaiserkronen“ hinzulegen? Nicht? Na dann… (Jaja, ich habe diesen Tipp auch schon gegeben. Mittlerweile jedoch: hüstel.)

Platz 9
„Also, ich hätte ja Hühner!“

Hühner

Bestimmt hat die Ratgeberin schon oft Hühnerställe ausgemistet, bei so einem tollen Tipp. Und macht nie mehr Urlaub. (Und ja, diese Bemerkung kommt von einer Frau. Immer.)

Platz 8
„Viel Moos im Rasen. Du solltest mal vertikutieren.“

Was man nicht alles sollte. Oder vielleicht auch lassen kann. Besonders, wenn man noch Krokusse, Schneeglöckchen, Scharbockskraut und Wiesenschaumkraut behalten möchte. Und im Herbst die wunderbaren Pilze. Aber bitte, wer mag…

Platz 7
„Ein Handmäher ist ja so viel besser für den Rasen!“

Muhahaha. MuhahahaHAHAHA. Bestimmt. Besonders ab 300 Quadratmeter Rasenfläche aufwärts. Geh weiter spielen.

Platz 6
„Maulwürfe stehen unter Naturschutz“

Maulwurf

Mag so sein, aber spätestens, wenn das Maulwesen alle Blumenzwiebeln hochgewurft hat und man selbst mit einem Gips im Bett liegt, weil man im gut unterhöhlten Boden weggesackt und umgeknickt ist, ist einem das sowas von egal. SOWAS VON!

Platz 5
„Für einen Eimer Brennnesseljauche ist immer Platz“

Unterschlagen wird bei diesem Tipp gern, dass man dann nicht mehr im Garten sitzen kann. Die Nachbarn hassen einen außerdem. Denn Brennesseljauche stinkt, stinkt, stinkt. Sagte ich, dass sie außerdem stinkt?

Platz 4
„Halt dir doch ein Schaf als Rasenmäher“

Schafe

Lies doch mal die ersten Seiten meines Buchs Unser Schaf- und Ziegenhof. Dann weißt du, warum das eine doofe Idee ist.

Platz 3
„Gegen Nacktschnecken helfen Laufenten“

Laufenten

Gern ergänzt durch „Laufenten sind sooo lustig“. Wenn man einen großen Hof hat, sind sie das sicher. Wenn man 100-500 qm Rasen hat, sollte man künftig nicht mehr barfuss laufen. Garten einzäunen nicht vergessen. Die Beete am besten gleich mit. (Gilt auch für Platz 4. Da jedoch höheren Zaun wählen.)

Platz 2
„Ich habe die Beete schon alle frühlingsfit!“

Übersetzt heißt das: „Es ist März und ich habe jede Mulch-, Blatt- oder Schutzschicht heruntergehackt und geharkt, damit die Erde ja schön austrocknet, Bodenfröste gründlich zuschlagen können und die Bodenlebewesen möglichst hops gehen.“ Setzen, 6.

Platz 1

(Von diesem Ratschlag bekomme ich mindestens zehn Sofortpickel.)

„Giersch kannst du auch aufessen“

Giersch

Klar. Besonders, wenn man mehr als 8 Quadratmeter gierschdurchwurzelten Boden hat, hat man immer wahnsinnig viel Appetit drauf. Echter Protipp, gerne von Menschen, die nie mehr als drei Balkonkästen ihr Eigen nannten.

 

Und, was sind eure Ratschläge?

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(Oh, und diese Ratschläge darf man ganz oder teilweise teilen, aber nur mit Erwähnen der Urheberin. Kommerzielle Seiten, Zeitschriften oder Medien mit Gewinnabsicht dürfen diese Tipps nur nach vorheriger Rücksprache und mit meiner Erlaubnis  verwenden.)

23. März 2015 von Britta Freith
Kategorien: Garten | 34 Kommentare

Entdeckungen aus Pflanzen auf der Internorga

Messebesuche sind einerseits anstrengend, andererseits aber ziemlich anregend. Jedenfalls wenn es so eine große Messe ist wie die Gastronomiemesse Internorga in Hamburg und man sich im Newcomerbereich herumtreibt. Das habe ich am vergangenen Montag vorwiegend getan und einige spannende Produkte aus Pflanzen entdeckt.

Aus dem Weißen der Zitrone

Albedo heißt die weiße Schicht, die man bei Zitrusfrüchten zwischen Fruchtfleisch und Schale findet. Also das ledrige Zeug, das meist im Mülleimer landet. Muss es aber nicht. Die Firma Herbafood Ingredients hat einen Weg gefunden, diesen Stoff zu etwas Nützlichem zu machen. Sie entziehen dem Albedo das Pektin, geben in den Rest Wasser, machen etwas Geheimnisvolles damit und haben danach eine Masse, die von der Textur und Farbe an eine Mehlschwitze mit nur wenig Flüssigkeit erinnert. Ich habe probiert: Basic Textur, wie es jetzt heißt, schmeckt nach nichts. Nichtmal nach Tapetenkleister. Total neutral. Vom Mundgefühl vielleicht wie elektrisch püriertes Kartoffelmus mit Wasser.

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Mit diesem Grundstoff kann man eine Menge machen, denn er dickt an – und zwar in warmen und kalten Gerichten. Er eignet sich für Soßen, Eiscrème, Süßspeisen, man kann ihn in der Wurstzubereitung verwenden usw. usf. Wirklich vielseitig. Und vegan ist er auch noch. (Was als Wurstzutat natürlich egal… aber lassen wir das.) Was ich nicht gefragt habe, weil es mir erst jetzt beim Schreiben einfällt, ist, wie das neue Dickungsmittel verdaut wird. Es ist kalorienneutral, wird also mutmaßlich einfach wieder ausgeschieden?

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Mir hat das Probe-Dessert, das nur nach den pürierten Früchten schmeckte, jedoch eine Mousse-Struktur hatte, gut geschmeckt. Die Macher haben für ihre Idee einen Innovationspreis bekommen. Ich setze ja selbst gern möglichst unverarbeitete Nahrungsmittel ein, darum wüsste ich gern noch mehr über den Verarbeitungsschritt nach dem Pektin-Entzug hin zum fertigen Produkt. Aber grundsätzlich bin ich nicht abgeneigt. Ich benutze ja auch Gelatine und Agar Agar. Einen Werbe- und Erklärfilm zu Basic Textur gibt es auf Youtube.

Gurken zum Trinken

Mutige Menschen mag ich. Menschen, die etwas wagen, die ihre Ideen umsetzen. So wie Vasco Emmanuel Kulke und Till H.F. Fischer-Bergst. Mit Stabsieb und Kaffeefilter bewaffnet haben sie Im Sommer 2014 angefangen mit Gurke und Basilikum zu experimentieren, um ein neues Getränk zu kreieren. Ein halbes Jahr haben sie herumprobiert, bis sie schließlich fertig waren: Cucumis heißt die süffige Mischung, die pur nach gleich der nächsten Flasche schmeckt. Löscht Durst, ist lecker und dazu vermutlich noch gesund. Ein echter Wurf. Mit Gin zusammen ein Cocktail, ohne Alkohol für die ganze Familie. So ist es auch gedacht, sagen die beiden Erfinder: Der Drink soll zeitlos und für alle sein. Ziel ist es, dass er genauso selbstverständlich wird wie zum Beispiel eine Apfelsaftschorle.

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Tatkräftige Freunde haben den Gründern geholfen, rechtzeitig zur Internorga fertig zu werden. Bis zur letzten Sekunde wurde am Messestand geschraubt. Es ging das Gerücht, jemand anders bastele vielleicht auch an einem Gurkendrink, da war Schnelligkeit gefragt. Hat geklappt, es war ein würdiger Start. Einer der Freunde verrät, dass Vasco Emmaanuel außerdem ein ziemlich begabter Musiker ist. Habe ich natürlich gegoogelt: Hier ist er bei Soundcloud.

Inzwischen gibt es auch eine Kooperation mit einer Mosterei, die Biogurkensaft produzieren will. Denn Cucumis soll ein reduzierter, ökologisch korrekter Drink sein. Überhaupt kann man offenbar von Mostereien viel Unterstützung bekommen, wenn es ums Erschaffen von neuen Getränken geht. Sind sie gut, stehen sie einem mit vielen Tipps zur Seite. Ist übrigens nicht ganz einfach mit Gurkensaft in Flaschen, denn pasteurisierte Gurke wird gelblich und trüb, das sieht nicht lecker aus. Pasteurisieren muss man allerdings, sonst hält das Getränk nicht. Mit der Zugabe von Chlorophyll (also natürlichem Blattgrün, das Pflanzen zur Photosynthese brauchen) ließ sich das Farbproblem lösen.

Ich jedenfalls mag Cucumis und würde es garantiert bestellen, weil es frisch und leicht schmeckt –und natürlich nach Gurke. Das mag ich viel lieber als Apfelschorle (die ich nur im Notfall trinke). Meine Daumen für den Erfolg des Gurke-Basilikum-Drinks sind also fest gedrückt.

Palmblatt, Bambus und Zuckerrohr

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Wenns gepunktet ist, ist es aus Bambusblättern, ohne Punkte aus Palmblatt. Diese Faustregel habe ich am Stand von PacknWoodgelernt. Das gilt natürlich nur für die Produkte, die entfernt an Blätter erinnern. Die ganz einfarbigen und regelmäßigen Schüsseln, Becher oder Tütchen sind aus Zuckerrohrblättern – wüsste man das nicht, könnte es auch Pappe sein. Ach, ich erwähnte das noch nicht speziell: Es geht um moderne Lebensmittelverpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen. Sabine Schlimm von Schmeckt nach mehr war mit mir unterwegs und hat mir erzählt, dass die ganze Branche gerade am Boomen ist. Das liegt daran, dass es immer mehr Straßenmärkte und Imbisse gibt, die auf exotische Snackvarianten setzen. Statt Pommes in Pappe isst der moderne Mensch Chili vom Palmblatt.

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Aus einer Palmblattschüssel habe ich neulich erstmals in der Schweiz gegessen. Da war ich ganz erstaunt, dass ich Einweggeschirr in der Hand hatte. Fasst sich an wie leichtes Holz, sieht außerdem schick aus. Würde ich mir auch so ins Regal stellen. Aber ich habe nachgefragt: Wenn man etwas anderes als Trockenfutter hineintut, eignet sich Geschirr aus Palmblatt nur für einmaligen Gebrauch. Man darf aber Suppe nachnehmen 😉

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Am liebsten würde PacknWood alles aus nahwachsenden Rohstoffen herstellen. Einen Schwerpunkt legt die Firma auf Stoffe, die nicht dem Nahrungskreislauf entzogen werden. Darum sind die durchsichtigen Plastikdeckel auch nicht aus Maisstärke sondern aus tatsächlichem Plastik. Zudem würde sich Maisstärke bei warmen Gerichten einfach auflösen.

20. März 2015 von Britta Freith
Kategorien: Rezept, Rezeptionsbefehl | 2 Kommentare

Der Matadero in Madrid

Heute war ein Glückstag. Es war nur eine kleine Notiz im Reiseführer, die uns zum ehemaligen Schlachthof in Madrid brachte. Gerade rechtzeitig zum Público Design Fest. Der Matadero ist ein Zentrum für Kunst im südlichen Teil Madrids. Hier gibt es Kulturereignisse aller Art, von Theateraufführungen über Ausstellungen bis hin zu Kunstprojekten für Jedermann. Das Ziel ist, Kunst für alle erlebbar zu machen. Tagsüber toben Kinder über das Gelände, abends wird alles zum Kulturpalast.

Wird schon durch die nächtliche Beleuchtung zu zum optischen Genuss: der  Matadero.

Wird schon durch die nächtliche Beleuchtung zu zum optischen Genuss: der Matadero.

Heute jedenfalls war es voll, denn es gab Vorführungen von Künstlern, mindestens eine Vernissage, Vorträge… wir ließen uns treiben.

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Arbeitsräume und Bibliotheken gehören im Matadero offenbar dazu.

Arbeitsräume und Bibliotheken gehören im Matadero offenbar selbstverständlich dazu.

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Es gibt viele Projekte mit Kindern – mal wissenschaftlicher, mal philosophischer. Wobei Kunst und Wissenschaft ja viel enger zusammengehören, als viele Menschen glauben.

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Plastikflaschenpropellerauto.

Plastikflaschenpropellerauto.

Nur im Vorbeigehen gesehen, leider weiß ich den Namen des Künstlers nicht und auch nicht mehr über das Projekt. Es waren allerdings sehr viele Japaner bei seiner Demonstration dabei. Er hat Bonsais mit dünnem Kupferdraht umwickelt, als ich gerade vorbeikam. Wenn ich es richtig verstanden habe, war er ein Absolvent der Hochschule für Kunst und Design.

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Modestudien. Der Name der Künstlerin steht auf der Holzraute:

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Mein persönlicher Höhepunkt war die Ausstellung von Alicia Moneva. Wir haben vom Fleck weg zwei kleine Bilder gekauft. Anscheinend waren wir bei der Vernissage, wir bekamen Wein und Tapas in die Hand gedrückt und haben uns sehr gut unterhalten, denn zum Glück waren viele Deutschsprachige und sogar eine Hamburgerin vor Ort. Darum konnte ich auch mit Alicia sprechen – ich hatte ja eine spontane Dolmetscherin!

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Wir haben ein Bild aus dieser und aus dieser Serie mitgenommen. “en un mar de dudas” (In einem Meer des Zweifels) stellt verschiedene Stadien aus dem Verlauf einer Krebserkrankung dar, “On-Off” ist eine Auseinandersetzung mit Parkinson. Im Bild zu sehen ist der an Parkinson erkrankte Mann der Künstlerin.

Alicia Moneva arbeitet für diese Bilder mit Freunden und Familienmitgliedern, beschäftigt sich ausführlich mit dem jeweiligen Thema. Bis die endgültigen Bilder fertig sind, können Wochen vergehen. Die Kameraperspektive bleibt gleich, die Bildausschnitte montiert sie letztendlich zu einem großen Ganzen. Die Drucke auf Alumniumblech arbeitet sie am Ende mit Ölfarbe nach – dadurch bekommen die Fotos etwas Artifzielles. Wir haben uns allerdings für kleinere, unbearbeitete Fotos entschieden, die auf einen Kunststoffträger aufgezogen sind.

13. März 2015 von Britta Freith
Kategorien: Reisen, Rezeptionsbefehl | Schreibe einen Kommentar

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