Schreiben in der Ferne / Urlaubseintrag
Nur ein paar Beobachtungen aus meinem Urlaub in Irland:
WLan: Zumindest nicht auf dem Land! Und in der Stadt bin ich nicht gewesen. Meine Kinder finden, die Frage “Wo bekomme ich WLan” klingt, als sei ich auf der Suche nach Schmerzen oder einer boesartigen Krankheit. Weh-Lan.
Radio: Iren lieben Gespraeche im Radio. Alle reden sowieso ueberall, an jeder Strassenecke. Und im Radio eben auch. Zum Beispiel 20 Minuten darueber, wie man Johannisbeersaft macht, wie rot er ist, wie er riecht, wie intensiv er schmeckt. Bei Call-In-Sendungen darf jeder so lange reden, wie er es fuer richtig haelt oder bis Nachrichten kommen.
Schuhe: Irische Frauen tragen ihre Sandalen eine Nummer kleiner als deutsche. Die Zehen haengen ueber den vorderen Rand.
Das war’s wohl aus dem Urlaub. Denn eine “geliehene” Modemverbindung mit dem IE auf einem alten iBook braucht zu viel Zeit! Und ausserdem ist eben Urlaub. Anfang August mehr – auch eine neue Folge der Podcast-Sprechschule!
Stöckchen: Acht Dinge über mich
Elke hat mir ein Stöckchen zugeworfen – mein erstes! Ich bin noch nicht überzeugt, ob das meine Art zu kommunizieren ist, aber ich versuch’s mal.
Die Regeln:
Jeder Spieler, jede Spielerin beschreibt acht Dinge von sich.
Wer das Stöckchen zugeworfen kriegt, schreibt das alles in seinen Blog rein, mitsamt den Regeln.
Nun überlegt man sich, an welche acht Personen resp. Blogs man das Stöckchen weiter reicht.
Schlussendlich schreibt man bei den Betreffenden einen entsprechenden Beitrag/Kommentar in den Blog.
Ich bin gerade etwas gereizt – urlaubsreif eben! Entsprechend meine Antworten. Achtung, bissig!
1. Schrecklich: Wenn ich das Handy im Urlaub anlasse und überall mit hinschleppe, falls doch was ist, und es klingelt überhaupt nicht.
2. Bei einem Kaltakquiseanruf antworte ich konsequent nur mit Ja und Nein.
3. Ich mag Andrea Nahles auch deshalb nicht, weil sie mit über 30 mal gesagt hat, dass sie Kinderschokolade toll findet.
4. Eine frisch geschnittene Buchenhecke sollte nach oben konisch zulaufen. Wer’s anders macht, ist Künstler oder Trottel.
5. Wenn ich Gewebekulturen unter einer Abzugshaube und sterilen Bedingungen anlegen muss, drehe ich nachgewiesen durch.
6. Wenn ich schlechte Laune habe, streiche ich die Wände bunt.
7. Ich kaufe oder pflücke unter allen Umständen Blumen. Auch für Hotelzimmer oder Zelte.
8. Im See zu schwimmen macht mich glücklich.
Aber ob ich acht Leute weiß, die da mitmachen wollen?
Also, ich werf’s zu Heide, Antje, Julia, Carsten (der’s wohl im Kommentar beantworten muss, aber dann weiß er endlich, was es ist), Ina, Stephanie und Ines.
Das sind nur sieben, also ist eins über. Einfach nehmen, ich bin gespannt, ob’s jemand macht!
10 Blogtipps für wahre Einsteiger

Jan Tißler von Upload bittet um genau das, was ich selbst eigentlich noch dringend brauche: Blogtipps für Einsteiger! Ich blogge schließlich erst seit einem Monat und stehe oft mit einem Fragezeichen anstelle meines Kopfes in der Gegend herum.
Aber hätte ich nicht angefangen, hätte ich viele Antworten nicht gefunden – und als Frischling weiß ich immerhin am besten, was am Anfang schwer fällt! Also erzähl ich ein bisschen. Und hoffe gleichzeitig auf auf viel Spannendes in anderen Blogs! Bis zum 22.6. ist Zeit für die informative Sammlung.
1. Die Ursache
Ich war eine Blog- und Podcastskeptikerin. Aber dann habe ich bei einem Texttreff-Wochenende viel Erleuchtendes gehört, insbesondere von Biggi Mestmäcker, Carola Heine und auch Constanze Wolff (die wahrscheinlich gar nicht ahnt, dass sie den Schlüsselsatz geliefert hat).
Was ich kapierte war dies: Ein Blog eignet sich hervorragend als Marketinginstrument in eigener Sache. Und Podcasts eigenen sich für viele Dinge – auch um Geld damit zu verdienen. Das wurde mir um so klarer, als dann noch unerwartet verschiedene potentielle und tatsächliche Auftraggeber bei mir anriefen, um nach Podcasts zu fragen!
2. Der Start
Ich habe mich umgeguckt, wie die anderen das machen. Und ich war beeindruckt. Denn es ging doch tatsächlich nicht nur darum, in welcher Farbe sich jemand gestern die Fußnägel gepinselt hatte. Bei Selbst-und-Staendig habe ich zum Beispiel gesehen, wie man sich anständig vernetzt UND sinnvolle Inhalte ins Netz stellt. Über die dazugehörige Blogroll habe ich mich von Blog zu Blog gehangelt. Bin in Amerika gelandet. habe herausbekommen, was FOO bedeutet und was ein Bar-Camp ist.
3. Verwirrung
Mir wurde klar: Ich kann nicht erst alles wissen, bevor ich loslege. Wie soll ich das zeitlich schaffen? Ich muss ja auch noch Geld verdienen! Also sagte ich mir: Sei ein Mann, Britta, hab Mut zur Lücke! Fang an.
4. Ich fange an.
Mein Provider 1&1 hat auch die Möglichkeit ein Blog anzulegen. Das war vielleicht der einzige wirkliche Fehler: Ich habe sie genutzt. Dieser Provider hält einen aber für deppert und schließt auf der WordPress-Oberfläche alles mögliche aus. Ich kann nicht ans HTML ran, RSS-Feeds für Podcasts lassen sich nicht einbauen, die Dokumentation und Hilfe ist atemberaubend schlecht. Ich werde demnächst umziehen. Davor habe ich Angst, weil natürlich all meine Postings verloren gehen werden… Darum kündige ich auch kein zweites Mal, weil die erstmalige Kündigung vor einem Jahr verschlampt wurde. Ein Zeichen?
5. Ich werfe Netze aus.
Ich schreibe andere Blogs in meine Blogroll. Ich mache bei einem Blogkarneval über Politikverdrossenheit vom Onezblog mit. Ich schreibe Kommentare. In meiner E-Mail-Signatur weise ich auf mein Blog hin. Ich erwähne andere Blogs, zitiere, setze Trackbacks. Alles, damit neue Leser meine Seite finden. Und natürlich um interessante Informationen zu verbreiten. Und ständig habe ich Schiss, das was ich schreibe, könnte nicht gut genug sein.
Ein weiteres Vernetzungs-Mittel: Stöckchen. Heute habe ich mein erstes zugeworfen bekommen. Aber ich weiß noch nicht, wie toll ich das wirklich finde. Eine nette Spielerei, aber auch ein bisschen anstrengend…
6. Ich bekomme heraus, wie man Filme und Bilder einbindet. Filme von Youtube und Sevenload sind am einfachsten: Sie bieten einem die Möglichkeit an, das Video gleich zu embedden. Klappt! Das Blog wird bunter.
7. Die Statistik
Meine Besucherzahlen gehen nach oben! Das 10-20fache dessen, was ich normalerweise auf meiner Homepage hatte!! Ich bin beeindruckt. Auf Xing klicken Unbekannte mein Profil an! Offenbar passiert etwas.
8. Es heißt DAS Blog
Aus unerfindlichen Gründen mag ich nicht “das Euter” und “das Blog” sagen. Es schleicht sich ein “der” ein. Darf es nicht. Landwirte ziehen die Augenbrauen hoch, wahre Blogger schimpfen mich aus. Mela Eckenfels, Ines Balcik und Susanne Englmayer schicken mir wertvolle Links.
- Das Blog
- Das Blog
- Das Blog
9. Claimen
Man sollte das Blog eintragen, damit es entdeckt wird. Bei Technorati zum Beispiel. Was war ich stolz, als ich meine erste Technorati-Authority hatte! Damit steigt meine Wertung in irgendwelchen Listen. ‘tschuldigung, das kann ich noch nicht besser erklären. Aber sehen kann ich es zum Beispiel bei seitwert. Und das könnte vielleicht gut sein, wenn ich mal Werbung auf meinem Blog schalten will. Und dann würde ich damit Geld verdienen – jetzt mal ab vom Werbeeffekt.
Gut ist auch, wenn andere einen bei Social Bookmarkdiensten wie Del.icio.us oder Mr Wong eintragen. Digg und Twitter habe ich noch nicht wirklich erforscht Und das Blog in Wikipedia ist auch ganz was Dolles!
10. Der Podcast
“Die Kleine Podcastsprechschule” zu produzieren war eine sehr gute Idee. Inzwischen bin ich deswegen sogar interviewt worden – wenn auch “nur” innerhalb der Blogosphäre. Interview mit Daniel Fiene. Ich war überrascht übers Feedback – obwohl ich die Sprechschule in verschiedenen Foren bei Xing und auch beim Querdenker erwähnt habe. Das zweiter dann aber gleich einen Artikel über sie schreibt – und so viele andere Blogs auch: Bowow!
Jetzt fahre ich erstmal in die Ferien. Und blogge sicher auch mal zwischendurch, wenn auch nicht so oft. Aber vierzehn Tage Totentanz auf dem Blog ist sicher nicht so gut – oder?
Podcastsprechschule: Jetzt ist der zweite Teil auch im RSS-Feed
Kurz und schmerzlos für alle, die ihn noch brauchen: der Link zum RSS-Feed:
Die Kleine Podcast-Sprechschule Teil 2
Endlich fertig – heute geht’s ums Atmen.
Noch nicht im RSS-Feed des Podhosts, weil ich zu dem gerade keine Verbindung bekomme. Aber immerhin schon hier:
Die Kleine Podcast-Sprechschule Teil 2
Und wer alle auf einmal sehen will, klickt hier.
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Für folgende Töne aus dem Freesound Project danke ich
Reinsamba: Samba whistling
Laurent: Locomotive
digifishmusic: Grandfather Clock


