Läuft das Unternehmen?
Diese Frage sollte man sich immer mal wieder stellen – und dabei auch überlegen, ob es wohl so bleibt!
Gerade Einzelkämpfer und Kleinunternehmen leben ja leider häufig von der Hand in den Mund. Einmal länger krank, eine Auftragsflaute und das war’s, wenn’s dumm kommt. Da ich zur Zeit mit einigen Gründern mitbange, ist das Thema für mich sehr aktuell. Deshalb bin ich im Akquiseblog auch bei diesem kurzen, erhellenden Online-Test der Wirtschaftskammer in Wien hängengeblieben. Richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen und regt dazu an, die eigene Geschäftspolitik unter die Lupe zu nehmen. Lohnt sich auch für alte Hasen.
Laptoptaschen-Auswahl
Seit einer Weile schon bin ich auf der Suche nach einer schicken neuen Tasche. Ich finde das echt schwer. Meine alte war nie schön, die war ein Geschenk, weil “sie ist doch so praktisch”. Dankenswerter Weise gibt sie nach sechs Jahren gerade ihren Geist auf. Ich darf also neu wählen!
(Ich muss fair sein: Ich habe mich damals sehr gefreut. Und sie offenbar auch reichlich geschleppt.)
Neulich habe ich mir schon mal eine gebookmarked, ich glaube, die hatte ich ursprünglich im Coolhunter entdeckt.
Leider ist es nur eine Hülle. Ich brauche nicht unbedingt nur eine Hülle. Ich schleppe ja meist mehr mit mir herum. Und dafür noch eine Tasche? Nö.
Trotzdem bin ich im Laden wieder um eine herumgeschlichen, diesmal um die Crumpler Le Royale, aus Leder:

Die Farben sind ganz meine, aber die Tasche… die ist schon in ihrer Papphülle aus der Form, eben weil sie so weich ist. Führt das Ding völlig ad absurdum. Nein, die kommt mir nicht ins Haus.
Bei dieser hier, (“Nouniche“),
überlege ich, ob ich mal in dem Laden anrufe. Immerhin ist er in Hamburg. Denn die haben tatsächlich nur diese eine Tasche auf ihrer Website. Leider ist sie zu klein. Aber der Preis ist mehr als korrekt. Dazu finde ich sie auch noch schön.
Entweder sie können davon nicht leben, darum gibt es nur diese eine Tasche, oder sie machen so viele, dass sie keine Zeit für den Webauftritt haben oder sie haben gerne Kontakt mit echten Menschen. Ich werde das testen.
(Das Dollste wäre die Antwort: “Oh, das war doch nur unser Grafik-Projekt, diese Tasche gibt es gar nicht!”
Die Golla-Sachen mag ich ja auch ganz gerne. Diese zum Beispiel:


Auf alle Fälle sind sie schön geräumig. Aber läuft nicht jeder damit rum, genau wie mit Crumpler? Davon kriege ich auch wieder das Quengeln!
Doch eben gerade bin ich auf Taschen in Berlin gestoßen (ich weiß gar nicht mehr, auf welchem Weg), die könnten es sein. Sie werden aus Filmplakaten hergestellt. Alles Unikate mit netten Kleinigkeiten, wie zum Beispiel einem Coffee-to-Go-Becherhalter außen. Hochwertig verarbeitet scheinen sie auch zu sein. (Das Plakatpapier wird natürlich vorher in irgendeiner Weise imprägniert.)
Dieses Exemplar (schon verkauft) entstand aus einem Mercedes-Plakat:
Es gibt auch welche mit Frodos Augen oder den Lippen von Clive Owen. Und ganz andere. Wenn ich’s richtig verstehe, dürfte man sogar mitreden, wenn man wollte. Die Teile sind nicht ganz billig, aber ich lasse mir jetzt mal eine Materialprobe zukommen, weil ich doch gern Dinge anfasse. Das Vielversprechende: Augustas-Taschen sollen 100%-leichter (Website-Jargon) sein als z.B. Freitag-Taschen aus LKW-Planen. Das spricht schon mal für sie. Ich bin sehr gespannt…
MacBook Pro repariert
Das hat mich schon geärgert: Seit einigen Monaten hatte mein nicht mal ein Jahr alte MacBook Pro eine gehörige Macke. Die Taste unter dem Trackpad klemmte oder stellte sich einfach fest, der Cursor sprang ohne ersichtlichen Grund hin und her, plötzlich waren ganze Textpassagen markiert und verschwanden beim nächsten Anschlag…
Da ich halbwegs zügig tippe, ging das so rasend schnell, dass ich ständig nur die Rückwärts-Funktion betätigt hab. Was hier bei WordPress nur einmal geht und zu ständigen Wutausbrüchen führte.
Erst dachte ich ja, ich sei der Mega-Trottel und würde immer unbeabsichtigt mit dem Ärmel übers Trackpad streifen oder so. Aber das geht eigentlich gar nicht, das braucht schon Hautkontakt.
Heute habe ich dann ein neues Topcase und Keyboard bekommen. Ganz jungfräulich, riecht wie gleich nach dem Auspacken. Und ist noch so angenehm rau. Gleichzeitig abgeschlossen habe ich den Apple Care Protection Plan. Aua, auch wenn ich noch vergünstigte Konditionen bekommen habe. Alle, wirklich alle haben gesagt, ich soll es tun. Irgendwie macht mich das bei einem Mac ganz traurig, denn da erwarte ich einfach viel mehr als bei einer Dose!
Setzen Sie Ihr dynamischstes Stimmlächeln auf!
Leider klappt das nicht immer. Ich hab gerade so einen blöden Virus, der mich echt schachmatt setzt. Meine Stimme ist nicht weg, ich dachte, mit etwas Power dahinter merkt keiner was – FALSCH! Alle hören’s. Da kann man wohl wirklich nichts machen, auch nicht mit Sprechtechnik. Krank ist eben krank.
Die Gleichwohl-Inflation
Mit Helmut Schmidt, dem ehemaligen Bundeskanzler, hat es angefangen: Seitdem er wieder immer häufiger in den Medien zu sehen ist, ist “sein” Wort inflationär in den Mündern derer, die sich für wichtig halten und für Radio und Fernsehen interviewt werden: Gleichwohl.
Bei Schmidt klingt es passend, etwas absonderlich vielleicht (immerhin liegen seine Wurzeln laut Duden im Spätmittelalter), aber für jemanden, der wichtige und gewichtige Dinge sagt und ein gewisses Alter erreicht hat, ist das vollkommen in Ordnung.
Warum aber müssen neuerdings alle möglichen Politiker, Wirtschaftsfachleute und Wichtigheimer dieses Wort benutzen? Ich kann es echt nicht mehr hören! Leute: Sagt “trotzdem”, “allerdings” oder meinetwegen auch “nichtsdestotrotz”, wenn ihr euch unbedingt die Zunge brechen wollt. Aber lasst “gleichwohl” doch bitte Helmut Schmidt. Der hat es sich redlich verdient!
(Sehr sehenswert ist übrigens der NDR-Film “Helmut Schmidt außer Dienst”, den es auch – in anständiger Qualität – in neun Teilen bei youtube gibt.)



