Grünkohl mit Kumquats und Maronen

Wenn es um Grünkohl geht, will meine Familie überzeugt werden – besonders die wachsende Fraktion der Vegetarier. Mit diesem leichten, aber winterlichen Rezept habe ich alle glücklich gemacht. Das habe ich dazu getan:

Kumquats auf Grünkohl

Eingekauft für 4 Personen:

500 g Grünkohl ohne Strunk
2 mittelgroße Auberginen
500 g frische Maronen
1x beide Hände voll Kumquats
Granatapfel (macht braucht einen halben)
1 Möhre
1 Schalotte
Orangenpfeffer
Salz
1 Esslöffel Honig
Olivenöl

Vorbereitung:

Maronen kochen (ca. 20 min. in Wasser), danach schälen inklusive Abstreifen der Haut. Das ist der doofe Teil. Faule kaufen vakuumverpackte, vorgekochte Maronen.
Auberginen in großzügige Würfel schneiden, kräftig salzen. (1 Std vorher.) Wenn sie Flüssigkeit gezogen haben, im Sieb abspülen. Man kann das auch sein lassen, inzwischen sind Auberginen durch die Züchtung ja nicht mehr so bitter wie früher. Ich habe es bei diesem Rezept aber gemacht, weil ich sie unbedingt mild haben wollte.
Den Grünkohl waschen und 5 Minuten in kochendem Wasser blanchieren, danach im Sieb kalt abbrausen.

In einem großen Topf, gut ist z.B. ein Gänsebräter, Olivenöl erhitzen, Schalotten und Auberginen hineingeben. Grünkohl draufschichten. Möhre darüberraspeln, salzen, und orangenpfeffern. Immer mal wieder umrühren. Der Grünkohl fällt zusammen, die Auberginen werden glasig. Maronen unterheben. Kumquats durschneiden und auf dem Gemüse verteilen. 1 Becher Wasser darübergießen (oder für die großen Orangenfreunde Orangensaft oder einen Schuss Cointreau) Deckel drauf, 5 minuten köcheln lassen. Wieder umrühren. Bei geschlossenem Topf köcheln lassen, bis man das Gefühl hat, die Auberginen sind gar genug (der Kohl ist es dann auch). In der Zwischenzeit die Kerne aus einer Granatapfelhälfte pulen. Einen Esslöffel Honig über das Gericht geben. (Ohne Honig ist es vegan.) Granatapfelkerne auf dem Gemüse verteilen, noch einmal durchrühren, weitere 5 Minuten bei geschlossenem Deckel ziehen lassen. Fertig!

Bei uns gab es dazu dicke Italienische Pasta aus der Toskana (Pici) mit Dattelpesto und für die Fleischesser Entenbrust mit Orangenpfeffer. Das Dattelpesto habe ich gekauft, aber ich denke, es enthält im wesentlichen Haselnüsse, Datteln und Chili. Für mich hätte es allein der Grünkohl getan, durch die Esskastanien macht er sehr satt.

Dieses Grünkohlgericht hat es sofort auf Platz eins meiner persönlichen Grünkohlskala geschafft. Die anderen meinten, ich könnte es doch Weihnachten noch einmal kochen. Gibt es ein größeres Lob?

10. Dezember 2016 von Britta Freith
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