Schnelle Suppe, gutes Brot

Ja, ich koche rasend gern. Nein, leider schaffe ich es nicht immer. Im Alltag bin ich ständig hin und her gerissen zwischen der Deadline und dem Wunsch, frisch und gut zu essen. Dankbar bin ich für jedes spontane Gericht, das Schnell und Lecker vereint. Heute improvisierte ich die

Möhren-Kokossuppe mit Mandelbrot

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Wirklich, total einfach. Für die Suppe, eine Schalotte kleinwürfeln, mit etwas Öl in den Topf. (Keine Schalotte da? Eine kleine Zwiebel tut’s auch.) 1 kg Möhren kleinschneiden und obendrauf geben, kurz anschwitzen. Die Schalotte soll nur glasig, nicht braun werden. Mit Wasser aufgießen, so, dass die Möhren gerade nicht bedeckt sind. Salz, Pfeffer und – kleiner Trick, große Wirkung – Garam Masala dazu geben.

Garam Masala ist eine indische Gewürzmischung. Mittlerweile gibt es sie in vielen Supermärkten. Wer sie nicht findet, nimmt nur Cumin, also Kreuzkümmel, den bekommt man einfacher. Aber nicht zu viel Cumin, dann wird’s geschmacklich fies. Lieber am Ende nachwürzen – gilt auch fürs Garam Masala.

Wenn die Möhren weich sind, mit dem Pürierstab cremig pürieren. Anschließend Kokoksmilch dazugeben – so viel, wie es beliebt. Ich nehme eine ganze Dose, dann bekomme ich mehr Suppe. Abschmecken, fertig.

Das Brot

Fürs Brot nehme ich 500g Weizenmehl (550), einen Würfel Frischhefe, einen Teelöffel Salz und Zucker. Na, und natürlich die Mandeln.

Weizenmehl in eine Schüssel, Kuhle in die Mitte drücken, zerdrückter Hefewürfel hinein und ca. 250 ml handwarmes Wasser und den Zucker hinzu. Auflösen – d.h. in der Kuhle rühren, bis es eine dickflüssige Masse ergibt. Das Salz streue ich rundherum aufs Mehl. Wenn alles stimmt, beginnt die Hefemasse schnell Blasen zu schlagen. 10 min stehen lassen.

Wenn die Masse in der Mitte blubbrig hochgekommen ist (ein bisschen reicht), alles verrühren, dann verkneten. Dafür noch 50 ml Wasser obendrauf geben. Der Teig muss locker elastisch werden. Wenn nötig, noch etwas Mehl dazugeben. Ganz zum Schluss die ungeschälten ganzen Mandeln dazu. Ich hatte vielleicht 80 g? Die elastische Teigkugel in der Schüssel abdecken, an einen warmen Ort stellen – z.B. am Fenster in die Sonne.

Nach 40 Minuten ist der Teig gut hochgekommen (wenn nicht, muss man so lange warten, bis er sich verdoppelt hat). Alles noch einmal durchkneten und einen Laib formen, aus dem keine Mandel herausguckt. Darauf bestehe ich, denn die Mandeln, die rausgucken, brennen leicht an. Den Laib auf ein Backblech mit Backpapier legen, einen tiefen Längsritz hineinschneiden.

Ein halbes Glas Wasser in den Ofen gießen und ihn auf 210°C vorheizen. Das Wasser verdampft dabei, das Brot wartet aufs Backen. Hat der Ofen die gewünschte Temperatur erreicht, schiebe ich das Brot auf die mittlere Schiene und drehe die Temperatur auf 190°C runter. Nach 40 Minuten ist das Mandelbrot fertig. Noch warm schmeckt es fantastisch, auch kalt ist es noch super.