Erdbeersirup selbst gekocht

Ein Gartenbuch zu schreiben hat ja nicht nur den Vorteil, dass man schön herumkommt. Man bekommt auch so tolle Rezepte. Dieses hier ist von Marianne Tschumi aus dem Schweizer Jura, die ich doch tatsächlich davon überzeugen musste, dass sich auch andere dafür interessieren. Sie hat mir verraten, wie sie Erdbeersirup macht. Ich habe ihn dieses Jahr erstmals nachgekocht.

Erstmal braucht man Saft. Die Erdbeeren sollten noch gut sein, aber es ist nicht schlimm, wenn sie schon die ein oder andere Macke haben. Hauptsache, sie faulen nicht.

Erdbeeren

Um möglichst viel Saft zu gewinnen, habe ich die Erdbeeren durchgeschnitten. Dann kommt auf 1 kg Erdbeeren ein Liter Wasser.

Erdbeeren-in-Wasser

Aufkochen. Und zwar so lange, bis die Erdbeeren weiß werden. Das sieht fies aus, finde ich. (Übrigens finde ich auch, dass weiße Erdbeeren als Züchtung fies aussehen, wie vorzeitig gestorben. Aber bitte, wenn die jemand essen mag… Vermutlich hat man weniger Vogelfraß.)

Ich lege ein Sieb mit einem Mulltuch aus und gebe Erdbeeren und Wasser hindurch. Ohne zu drücken abtropfen lassen. Wenn man drückt, wird der Sirup trüb. (Weil ich zwischendurch Besuch hatte, tropften meine Beeren etwa eine Stunde.)

Der Tropfrest sieht so aus – uaks!

Erdbeerpulp

Nun pro kg/l Ausgangsmischung 1 kg Zucker zum Erdbeersaft geben. Unter Rühren aufkochen. Noch heiß in Flaschen füllen.

Die Flaschen für den Sirup habe ich vorsichtshalber in einen Topf mit warmem Wasser gestellt. Erstmal springen sie dann nicht so leicht. Außerdem hat es den Vorteil, dass überlaufender, klebriger Sirup ins Wasser und nicht auf die Arbeitsplatte tropft. Ein Trichter ist jetzt sehr praktisch.

Erdbeertrichter

Vorher hatte ich schon alle kleinen und kleinsten Gläser im Haus zusammengesammelt. So ein Erdbeersirup eignet sich ja prima zum Verschenken, da fülle ich lieber gleich klein ab. Dumm nur, dass nicht von allen kleinen Gläsern die Etiketten abgehen – aber egal, die behalte ich dann selber.

Erdbeersirup

Die Flaschen, die ich verschenke, bekommen übrigens schönere Korken und nicht selbst zurechtgeschnitzte. Außerdem verschließe ich sie noch extra mit Siegellack. Wobei ich Schraubverschlüsse am praktischsten finde.

Ach ja, die Verwendung: In Mixgetränken, in Prosecco, Sekt und anderen alkoholischen Sprudeleien, in Mineralwasser natürlich, auf Eis oder Pudding… euch fällt schon was ein 🙂