10 Blogtipps für wahre Einsteiger
Dieser Beitrag wurde 2026 leicht entstaubt. Einige Links habe ich entfernt oder kommentiert. Seht, was seit 2007 besteht.
Jan Tißler von Upload bittet um genau das, was ich selbst eigentlich noch dringend brauche: Blogtipps für Einsteiger! Ich blogge schließlich erst seit einem Monat und stehe oft mit einem Fragezeichen anstelle meines Kopfes in der Gegend herum.
Aber hätte ich nicht angefangen, hätte ich viele Antworten nicht gefunden – und als Frischling weiß ich immerhin am besten, was am Anfang schwer fält! Also erzähl ich ein bisschen. Und hoffe gleichzeitig auf auf viel Spannendes in anderen Blogs! Bis zum 22.6. ist Zeit für die informative Sammlung.
1. Die Ursache
Ich war eine Blog- und Podcastskeptikerin. Aber dann habe ich bei einem Texttreff-Wochenende viel Erleuchtendes gehört, insbesondere von Biggi Mestmäcker und auch Constanze Wolff (die wahrscheinlich gar nicht ahnt, dass sie den Schlüsselsatz geliefert hat).
Was ich kapierte war dies: Ein Blog eignet sich hervorragend als Marketinginstrument in eigener Sache. Und Podcasts eigenen sich für viele Dinge – auch um Geld damit zu verdienen. Das wurde mir um so klarer, als dann noch unerwartet verschiedene potentielle und tatsächliche Auftraggeber bei mir anriefen, um nach Podcasts zu fragen!
2. Der Start
Ich habe mich umgeguckt, wie die anderen das machen. Und ich war beeindruckt. Denn es ging doch tatsächlich nicht nur darum, in welcher Farbe sich jemand gestern die Fußnägel gepinselt hatte. Ich habe gesehen, wie man sich anständig vernetzt UND sinnvolle Inhalte ins Netz stellt. Über die dazugehörigen Blogrolls habe ich mich von Blog zu Blog gehangelt. Bin in Amerika gelandet. habe herausbekommen, was FOO bedeutet und was ein Bar-Camp ist.
3. Verwirrung
Mir wurde klar: Ich kann nicht erst alles wissen, bevor ich loslege. Wie soll ich das zeitlich schaffen? Ich muss ja auch noch Geld verdienen! Also sagte ich mir: Sei tapfer, Britta, hab Mut zur Lücke! Fang an.
4. Ich fange an.
Mein damaliger Provider 1&1 hatte auch die Möglichkeit ein Blog anzulegen. Das war vielleicht der einzige wirkliche Fehler: Ich habe sie genutzt. Dieser Provider hiellt einen aber für deppert und schloss auf der WordPress-Oberfläche alles mögliche aus. Ich kann nicht ans HTML ran, RSS-Feeds für Podcasts ließen sich nicht einbauen, die Dokumentation und Hilfe waren atemberaubend schlecht. Ich bin dann umgezogen und hoste schon lange selbst.
5. Ich werfe Netze aus.
Ich schrieb andere Blogs in meine Blogroll. Ich machte bei einem Blogkarneval über Politikverdrossenheit vom Onezblog mit. Ich schreibe Kommentare. In meiner E-Mail-Signatur weise ich auf mein Blog hin. Ich erwähne andere Blogs, zitiere, setze Trackbacks. Alles, damit neue Leser meine Seite finden. Und natürlich, um interessante Informationen zu verbreiten. Und ständig habe ich Schiss, das was ich schreibe, könnte nicht gut genug sein.
Ein weiteres Vernetzungs-Mittel (waren damals): Stöckchen. Heute habe ich mein erstes zugeworfen bekommen. Aber ich weiß noch nicht, wie toll ich das wirklich finde. Eine nette Spielerei, aber auch ein bisschen anstrengend…
6. Ich bekomme heraus, wie man Filme und Bilder einbindet. Filme von Youtube und Sevenload sind am einfachsten: Sie bieten einem die Möglichkeit an, das Video gleich zu embedden. Klappt! Das Blog wird bunter.
7. Die Statistik
Meine Besucherzahlen gehen nach oben! Das 10-20fache dessen, was ich normalerweise auf meiner Homepage hatte!! Ich bin beeindruckt. Auf Xing klicken Unbekannte mein Profil an! (Heute wäre das: auf LinkedIn.) Offenbar passiert etwas.
8. Es heißt DAS Blog
Aus unerfindlichen Gründen mag ich nicht “das Euter” und “das Blog” sagen. Es schleicht sich ein “der” ein. Darf es nicht. Landwirte ziehen die Augenbrauen hoch, wahre Blogger schimpfen mich aus.
Na, das hat sich mittlerweile geändert. Fast alle sagen “der Blog”, aber ich kriege das immer noch nicht hin. Zu gut umgelernt. “Das Blog” kommt von “weB LOG”.
9. Claimen
Man sollte das Blog eintragen, damit es entdeckt wird. Bei Technorati zum Beispiel. Was war ich stolz, als ich meine erste Technorati-Authority hatte! Damit steigt meine Wertung in irgendwelchen Listen. ‘tschuldigung, das kann ich noch nicht besser erklären. Aber sehen kann ich es zum Beispiel bei seitwert. Und das könnte vielleicht gut sein, wenn ich mal Werbung auf meinem Blog schalten will. Und dann würde ich damit Geld verdienen – jetzt mal ab vom Werbeeffekt.
Gut ist auch, wenn andere einen bei Social-Bookmark-Diensten wie Del.icio.us oder Mr Wong eintragen. Digg (Ich erinnere mich nicht mal mehr an den Namen!) und Twitter habe ich noch nicht wirklich erforscht Und das Blog in Wikipedia ist auch ganz was Dolles.
10. Der Podcast
“Die Kleine Podcastsprechschule” zu produzieren war eine sehr gute Idee. Inzwischen bin ich deswegen sogar interviewt worden – wenn auch “nur” innerhalb der Blogosphäre. Interview mit Daniel Fiene. Ich war überrascht übers Feedback – obwohl ich die Sprechschule in verschiedenen Foren bei Xing und auch beim Querdenker erwähnt habe. Das zweiter dann aber gleich einen Artikel über sie schreibt – und so viele andere Blogs auch: Bowow!
Jetzt fahre ich erstmal in die Ferien. Und blogge sicher auch mal zwischendurch, wenn auch nicht so oft. Aber vierzehn Tage Totentanz auf dem Blog ist sicher nicht so gut – oder?