Geld: Das gute Gefühl

Einen interessanten Vorschlag habe ich von der Hamburger Fotografin Beatrice Hermann erhalten. Anlass war meine Angewohnheit, über Wochen Rechnungen in meinem Portemonnaie zu sammeln, bevor ich sie dann auf einen Haufen auf meinem Schreibtisch befördere, von wo sie dann noch einige Wochen später in einen Ordner wandern. (Ein Verfahren, das ich übrigens deutlich nicht weiterempfehle.)

Beas Befehl: Raus mit den Rechnungen, die zögen nur weitere an. Stattdessen empfahl sie mir, stets einige große Scheine dabei zu haben, quasi als Magnet für weitere. Und zur Seelenberuhigung. So wüsste ich immer: Ha, ich habe Geld! Selbst, wenn ich dieses gar nicht anrührte, sondern nur in einem der beiden Scheinfächer verwahrte.

Ich denke seitdem über diese Idee nach und überlege, ob ich täglich der Versuchung widerstehen könnte, mir davon schöne Dinge zu kaufen. Andererseits: Wenn diese Scheine nur hintendrin stecken wie etwa eine Tapete, gewöhnt man sich vielleicht so an ihren Anblick, dass man sie gar nicht anrührt. Und dann ziehen sie vielleicht wirklich weitere an??

Bei der möglichen Magnetkraft der Rechnungen in meinem Portemonnaie beruhigt mich immerhin, dass sie bezahlt sind! Offene wären sicher schwieriger…