Shopping and Eating Out in London Teil 2
Ich weiß nicht, warum es immer noch so viele Leute gibt, die sich vor Schadenfreude auf die Schenkel klatschen, wenn ich erzähle, dass ich wegen des Essens nach London will. Vermutlich ist London die kulinarische Hochburg Europas. Das Essen ist dermaßen vielfältig und authentisch… besonders, wenn man in die etwas dezentralen Stadtteile fährt. Das hab ich bei meiner Londontour leider nicht geschafft, weil fünf Tage viiiiel zu wenig dafür sind. Überhaupt habe ich viel zu wenig geschafft – aber ich habe deshalb mehr als einen guten Grund bald wieder hinzufahren. So lange der Wechselkurs derart genial günstig ist…
Ein unbedingtes Muss ist für mich übrigens immer ein Supermarkteinkauf. Tesco oder
Sainsburys sind schon fein. Ich wünschte, ich hätte das Angebot an frischen Fertigprodukten aus dem Kühlregal in Deutschland zu Mittag. Das gibt es hier nicht ansatzweise. Und die wunderbaren kleinen Chipstüten natürlich auch nicht.
Aber ich war in Restaurants. Eins habe ich gefunden, als ich unbedingt noch in die Regent Street wollte. Aber da ist es natürlich laut und lärmig und Sitzen an der Straße ist auch eher Fehlanzeige. Also habe ich mich in eine parallele Seitenstraße geschlagen und diesen Schatz hier gefunden, der im Oktober 2008 aufgemacht hat:

”


Tibits
(Anmerkung von 2012: Inzwischen war ich auch in der Schweiz im Tibits, und zwar in Bern am Bahnhof. Die Qualität ist da auch gut, aber das in London ist um Klassen besser, schöner und größer!)
Klar, auch in London ist – wie überall auf der Welt – die Ketten-Seuche ausgebrochen. GAP, H&M, Habitat, Zara… ich kann’s echt nicht mehr sehen. Aber es gibt eben diese vielen Besonderheiten, wie dieser traditionelle Stoffladen.

Mein halbwüchsiger Begleiter hat übrigens nur einen Tag gebraucht, um sich anständig auszustaffieren. Anständig meint hier: So, wie er es für modisch richtig hielt. Das hatte zur Folge, dass sich viele Menschen nach ihm umdrehten, auf ihn zeigten und ihn sogar fotografierten. Nicht, weil er lächerlich aussah. Er war schlicht die coolste Sau in der Touristenmasse.

Ja, wir waren in der Portobello Road. Aber ich hatte die anders in Erinnerung. Vielleicht war ich früher auch an besonderen Flohmarkttagen da, weiß ich nicht mehr. Gute Second-Hand-Klamotten und auch neue Sachen haben wir in einem kleinen Stück Straße zwischen der Tube Station Notting Hill Gate und der Portobello Road gefunden. Da gibt es auch einen guten Buchladen.

Viele finden ja, es gibt bessere Kaufhäuser als Harrods. Berlinessa zum Beispiel findet, wenn nach London, dann muss man ins Liberty. Ich hab nur bei Selfridges die Jubiläumsschaufenster angeguckt. Harvey Nichols, das Stammkaufhaus von Prinzessin Di, hatte ich in besserer Erinnerung. Mein Held bleibt Harrods. Allein die Antiquitätenabteilung! Der Billardtisch für 1.000.000 GBP zu Ehren von Königin Victoria. Jede Antiquität mit einem detaillierten Erklärungsschild wie im Museum. Das ist schon super.


Die Food-Hall bei Harrods ist berühmt, die Pralinenauswahl unschlagbar. Enttäuscht wurde ich allerdings bei den Parfums: Obwohl vorhanden, war man nicht in der Lage den neuen Sommerduft von Kenzo zu demonstrieren. Es gab keinen Tester, war die Begründung, aber es gab einen Haufen verschlossener Flaschen. Entweder riecht das Zeux scheußlich, oder die hatten’s echt nicht nötig. Aber sie waren unbedingt höflich und haben sich tausendfach entschuldigt. Flasche aufdrehen wäre besser gewesen.
Darum featurere ich hier also die Foodhall von WholeFoods – alles ökologisch. Wieder eine Kette, eine amerikanische. Alles wow, schon die Präsentation.

Von der Sushiqualität überrascht wurde ich bei Wasabi. Ein Selbstbedienungs-Sushi-Restaurant, das eine Optik hat, wie in Sterilium getaucht. Hier gibt es an der Theke auch warme Gerichte, die ich leider nicht probiert habe. Die Sushi jedenfalls waren richtig gut – und das für einen vergleichsweisen Spottpreis.

Noch ein schneller Sprung rüber zur Towerbridge. Dort hatten wir nämlich ein überraschend gutes Mittagessen in einem Eck-Pub. Den Namen weiß ich leider nicht mehr. Draußen war ein “Fish and Chips”- Schild, aber es gab auch Thai-Food und Risotto – prima. Und zwar ist es in der Tower Bridge Road, wenn man auf dem anderen Ufer des Towers ist und ca. 300 Meter von der Brücke weg geht auf der linken Seite.

(Anmerkung v. 2012: Diese Ingwerbier, das nicht alkoholisch, dafür aber sehr scharf ist, gibt es in Deutschland z.B. bei manufactum)